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Mitarbeiterstories

Jens

Manchmal führen Wege zurück zu ihren Anfängen. Bei Jens Portheine begann die Verbindung zur Lebenshilfe bereits in seiner Kindheit und viele Jahre später fand er beruflich dorthin zurück. Nach einer Tischlerausbildung, einem Studium der Holztechnik und mehr als zwei Jahrzehnten in der freien Wirtschaft ist er heute Betriebsstättenleitung der Werkstatt am See. Was ihn dabei besonders bewegt, sind die Menschen, die Herzlichkeit und das Gefühl, gemeinsam etwas Sinnvolles zu schaffen.

Menschlichkeit kann man nicht planen – aber erleben.

Eigentlich begleitet mich die Lebenshilfe schon viel länger als die knapp zwei Jahre, die ich heute hier arbeite.

Ich bin direkt gegenüber vom Heilpädagogischen Kindergarten aufgewachsen und hatte schon als Kind Berührungspunkte mit der Lebenshilfe. Später habe ich dort meinen Zivildienst gemacht, bevor mein beruflicher Weg zunächst in eine ganz andere Richtung führte: Nach meiner Tischlerausbildung und einem Studium der Holztechnik war ich 22 Jahre lang deutschlandweit in der freien Wirtschaft tätig. Dass ich irgendwann zur Lebenshilfe zurückkehren würde, hätte ich damals nicht erwartet.

Heute bin ich Betriebsstättenleitung der Werkstatt am See, mit den Bereichen Tischlerei, Schlosserei, Gartengruppe und Montage & Verpackung. Dabei schätze ich besonders die Kombination aus Organisation, Entwicklung und dem direkten Kontakt zu den Menschen. Denn genau darum geht es für mich: Menschen ein gutes Umfeld zu bieten, ihnen Teilhabe zu ermöglichen und gemeinsam Perspektiven zu schaffen.

Besonders berühren mich die kleinen Momente im Alltag. Wenn Menschen lachen, sich über gemeinsame Aktivitäten freuen oder stolz auf etwas sind, das sie geschafft haben. Zu erleben, wie wichtig diese Struktur, Gemeinschaft und Zugehörigkeit für viele ist, erfüllt mich immer wieder aufs Neue. Das sind die Augenblicke, die für mich den Unterschied machen.

Die Lebenshilfe hat auch mich persönlich verändert. In meinem früheren Berufsleben war vieles sachlicher und distanzierter. Hier habe ich gelernt, offener auf Menschen zuzugehen und die Stärke eines Teams zu schätzen, das sich gegenseitig unterstützt. Besonders beeindruckt mich, wie selbstverständlich Kolleginnen und Kollegen füreinander einstehen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen finden. Dieser Zusammenhalt ist für mich etwas ganz Besonderes.

Was ich an der Lebenshilfe besonders schätze, ist die Menschlichkeit. Hier wird man nicht nur fachlich wahrgenommen, sondern auch als Mensch. Ehrliches Feedback, Vertrauen und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, haben mir geholfen, selbstbewusster zu werden und neue Perspektiven einzunehmen. Deshalb möchte ich meinen Weg hier auch in Zukunft weitergehen und mich fachlich wie pädagogisch weiterentwickeln.

Ein Satz begleitet mich dabei besonders: „Den Fokus auf den Menschen niemals verlieren.“ Denn am Ende geht es genau darum. Alles, was wir tun, tun wir für die Menschen, die wir begleiten. Und genau das macht diese Arbeit für mich so wertvoll.